Rush Bros: Quick-Review – Neon-Fun ohne Flow

Spiele welche als Unterstützung die Musik nutzen sind eigentlich eine coole Sache. Dadurch wird man schön angetrieben, kann richtig in die Atmosphäre eintauchen und bekommt somit einen schönen Flow zusammen. Ein Konzept dem das Indie-Spiel Rush Bros. ebenfalls folgt, sich leider aber etwas verzettelt in der Umsetzung, wir verraten euch warum.

Titel: Rush Bros.
Plattform: PC
Entwickler: XYLA Entertainment
Publisher: Digital Tribe
Genre: Jump ’n‘ Run (Indie)
USK/PEGI:
Spieler: Offline: 1 / Online: 2
Release: 24.05.2013
Offizielle Seite

Nur das wesentliche zählt

Um es kurz zu machen, Rush Bros. hat weder eine Kampagne, noch Missionen oder gar eine richtige Karriere. Es gibt lediglich einen Arcade Modus, einen sehr rudimentären Online-Mehrspieler und einen spaßigen Splitscreen-Modus, dass war es dann auch. Mit Umfang kann das Jump ’n‘ Run wahrlich nicht dienen, was eigentlich völlig unverständlich ist. Das Gameplay hätte nämlich viel Potenzial für witzige und ausgefeilte Spielvarianten gehabt, so bleiben euch nur viele Levels die einzeln angewählt werden können. Dem grundsätzlich ordentlichen Spielprinzip fehlt leider jede Art von Motivation, selbst reine iOS-Spiele haben inzwischen mehr Inhalt.

Utz! Utz! Utz!

Spielerisch macht Rush Bros. für zwischendurch richtig Spaß, auch wenn die Präzision beim hüpfen lang nicht an ein FEZ oder Super Meat Boy heranreicht. Da arten dann schon mal einige Passagen in ziemliches Trial-and-Error aus, dies motiviert auch nicht, wie von den Entwicklern wahrscheinlich geplant war. Gut ist aber das ein Reset an einer gescheiterten Stelle flott umgesetzt wird und die Levels immer wieder durch kleinere Schalterrätsel aufgelockert werden. Zwar bewegen sich die Hirnschmalz-Einlagen nicht auf Kopfnuss-Niveau, sind aber eine schöne Dreingabe. Für Abwechslung sorgen auch die verschiedenen Stages mit ihren individuellen Farben, Hintergründen und Symbolen. Auf Dauer kann der Neon-Look aber trotzdem eintönig werden, insbesondere da sich Versatzstücke in den Levels häufig wiederholen. Ernüchtert wird man auch vom Sound-Feature sein, was ja den Fokus des Spiels ausmachen soll. Im Jump ’n‘ Run gibt es zwar viele coole Tracks, sofern man auf House, Dubstep und Trance steht, diese beeinflussen die Levels aber erstaunlich wenig. Ein Audiosurf zum Beispiel bringt Musik und Gameplay deutlich besser in Einklang. Immerhin ist es möglich seine eigene Playlist zu integrieren, falls man doch auf die Idee kommt seine Hüpfereien lieber mit Hardcore-Rock oder Schlager zu meistern, kann ja vorkommen.

Fazit:
Rush Bros. ist nett für Gelegenheitsspieler, nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht wäre es sogar besser gewesen den Titel erstmal nur als Mobile-Version zu Veröffentlichen, denn eine Langzeitmotivation ist einfach nicht vorhanden. Eigentlich schade, denn das Gameplay weiß trotz seiner Schwächen mit der Präzision und Musik zu gefallen. So bleibt Rush Bros. lediglich ein Titel für zwischendurch.

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