Styx: Blades of Greed – Charmantes Stealth-Abenteuer oder janky-Game – Quick Review

Styx ist zurück! Der wohl griesgrämigste Goblin der Gaming-Geschichte meldet sich mit „Styx: Blades of Greed“ zurück. Wir haben eine Stunde lang den Kontinent Iserian unsicher gemacht. Doch zwischen coolen neuen Quarz-Kräften und einem eigenen Luftschiff stellt sich die Frage: Ist das der erhoffte Stealth-Hit oder brechen dem Double-A-Titel seine Ambitionen das Genick?

Styx: Blades of Greed – Charmantes Stealth-Abenteuer oder janky-Game - Quick Review

Machen wir uns nichts vor: Wer ein poliertes AAA-Erlebnis wie Assassin’s Creed erwartet, wird bei Styx: Blades of Greed erst einmal schlucken müssen. Das Spiel versprüht den typischen Charme kleinerer Produktionen – inklusive der technischen Macken, die man entweder liebt oder hasst.

Basis oder nur schmückendes Beiwerk?

Die Idee ist grundsätzlich cool: Styx befehligt nun seine eigene Crew und ein fettes Luftschiff. Das sorgt für ein schönes „Wir gegen die Welt“-Gefühl. Doch in der Praxis wirkt das Schiff oft eher wie ein statisches Menü mit Texturen. Die Interaktionen mit der Crew bleiben bisher eher oberflächlich – hier hätte man sich mehr Tiefe statt nur ein nettes Hub-Feature gewünscht.

Vertikalität vs. Steuerung

Der Kontinent Iserian sieht auf den ersten Blick fantastisch aus. Die vertikalen Welten laden zum Erkunden ein, und das Leveldesign ist gewohnt clever. Aber wo viel geklettert wird, muss die Steuerung sitzen. Styx steuert sich gelegentlich ziemlich schwammig. Wer punktgenau auf einem schmalen Sims landen will, landet dank der teils hakeligen Kollisionsabfrage öfter im Abgrund, als ihm lieb ist. Das sorgt für Frustmomente, die durch die Double-A-Herkunft des Spiels leider fast schon zu erwarten war. Dennoch sind solche Defizite auch überraschend, da Cyanide Studio bereits zwei Vorgänger hatte und theoretisch es mittlerweile besser wissen müsste wie eine gute Steuerung funktionieren soll.

Zwischen Gott-Modus und Game-Breaker

Die neuen Quarz-Kräfte wie Gedankenkontrolle und Zeitmanipulation bringen frischen Wind in das altbekannte Stealth-Gameplay. Es macht höllischen Spaß, die Inquisition komplett alt aussehen zu lassen.

Allerdings leidet darunter die Balance. Die KI der Gegner gewinnt ohnehin keinen Nobelpreis – sie ist oft berechenbar und manchmal schlichtweg blind. Wenn man dann noch die Zeit anhalten kann, wird das Spiel stellenweise zu einfach. Hier müssen die Entwickler nachbessern, damit der Anspruch nicht flöten geht.

Schaut euch das komplette Video an, in dem ich eine ganze Stunde lang live in die Welt von Styx eintauche und die neuen Mechaniken im Detail präsentiere!

Fazit: Nur für echte Schleich-Puristen?

Styx: Blades of Greed ist ein ungeschliffener Diamant. Die Grafik ist stimmig, aber technisch nicht auf der Höhe der Zeit. Außerdem ist das Lichtsystem noch fehlerhaft. Die Animationen wirken manchmal hölzern, und die KI braucht dringend ein Update.

Dennoch: Wer über den „Double-A-Jank“ hinwegsehen kann, bekommt ein ehrliches Stealth-Spiel mit coolen Ideen und einem Protagonisten, der immer noch die beste Attitüde im Genre hat.

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