Kein The Outer Worlds 3: Obsidian zieht die Reißleine und plant Umstrukturierungen
Viele lieben Obsidian Entertainment für ihre detaillierten Welten. Doch das Jahr 2025 war selbst für die Rollenspiel-Profis eine Nummer zu groß. In einem ehrlichen Interview mit Bloomberg hat das Studio nun tief blicken lassen – und räumt mit den Plänen für die Zukunft auf.
Strategiewechsel: Qualität statt Quantität
Drei Spiele in nur acht Monaten? Was nach einem Traum für Fans klingt, bezeichnet Studio-Design-Direktor Josh Sawyer heute schlicht als „Fehlplanung“. Avowed, Grounded 2 und The Outer Worlds 2 kamen Schlag auf Schlag, doch dieser Sprint hinterließ Spuren bei Obsidian.
Das Ergebnis der Mega-Releases:
-
The Outer Worlds 2: Der Nachfolger blieb leider hinter den Erwartungen zurück. Die Konsequenz ist hart, aber deutlich: Ein dritter Teil ist derzeit nicht geplant. Das Weltraum-Abenteuer endet hier wohl vorerst.
-
Avowed: Auch hier wurden die Ziele nicht ganz erreicht. Dennoch gibt es Hoffnung für Fantasy-Fans: Obsidian plant, die Welt Eora (bekannt aus Pillars of Eternity) in Zukunft wieder aufzugreifen.
-
Grounded 2: Der heimliche Champion! Trotz (oder gerade wegen) der kürzesten Entwicklungszeit von nur zwei Jahren wurde das Spiel zum echten Hit.
Tschüss, 6-Jahre-Zyklus!
Die Zeiten, in denen Projekte wie Avowed oder The Outer Worlds 2 über sechs Jahre in der Entwicklungshölle schmorten, sollen vorbei sein. Pandemie-Hürden und technische Stolpersteine haben das Team gelehrt: Kürzer ist besser.
Regisseur Brandon Adler, der für The Outer Worlds 2 zuständig war, bringt es auf den Punkt: „Niemand mag es, sieben Jahre an einem Projekt zu hängen. Obsidian möchte in Zukunft effizienter arbeiten und die Ressourcen klüger verteilen, um ein Ausbrennen der Teams zu verhindern.“

Was ist mit Fallout: New Vegas?
Die Frage aller Fragen bleibt natürlich im Raum. Während das Studio aktuell den PS5-Release von Avowed vorbereitet und weiter an Grounded 2 schraubt, schweigen die Verantwortlichen nach wie vor über ein neues Fallout: New Vegas.
Obwohl der Erfolg der Fallout-Serie auf Amazon den Hype neu entfacht hat, gibt es aktuell keine Bestätigung für eine Rückkehr in die Mojave-Wüste. Studio-Chef Feargus Urquhart hofft derweil, dass Microsoft weiterhin mutige, risikoreiche Projekte finanziert – auch wenn die Gewinnmarge mal nicht die magischen 30 Prozent erreicht.
